Stephan Haller über Chancen und Risiken des demografischen Wandels für die Reisebranche

Stephan Haller über Chancen und Risiken des demografischen Wandels für die Reisebranche

12.04.2019

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Im Rahmen der DRV-Bereichsversammlung der Säule E am 11. April 2019 am Flughafen Dresden referierte Stephan Haller, geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Fried & Partner, über den demografischen Wandel und die daraus entstehenden Chancen und Risiken für die Reisebranche.

Demografischer Wandel und dessen Herausforderungen für die Reisebranche

Die optimale Erfüllung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen von Kunden und Mitarbeitern verschiedenster Altersgruppen ist eine der zentralen Herausforderungen für die Reisebranche in den kommenden Jahren. Dies ist einer der Kernaussagen des Vortrags von Stephan Haller zum demografischen Wandel in Deutschland.
Im Zuge der Präsentation wurden die tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft verdeutlicht. Sich verstärkende Disparitäten zwischen den Altersgruppen, rund acht Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter bei einem zunehmenden Geburtendefizit und ein Rückgang der Bevölkerung um rund fünf Millionen Menschen bis 2040 sind nur einige der Herausforderungen, mit denen sich die Gesellschaft und die Tourismusbranche in Zukunft konfrontiert sehen.

Das Alter allein ist kein geeigneter Indikator in der Angebotsgestaltung

Wenn auch – trotz fortschreitenden demografischen Wandels – sich die touristische Nachfrage in Deutschland vorerst auf gleichbleibend stabilem Niveau befindet, kommt es zu Nachfrageverschiebungen. Nicht nur die Anzahl der Reisen von Älteren nimmt zu, auch spiegelt sich der Umbruch in einem veränderten Reiseverhalten wider. Mehr Kultur, Gesundheit und Natur sowie ein erhöhter Qualitätsanspruch und eine Veränderung der Reisearten hin zu beispielsweise mehr Kreuzfahrten oder mehr Singleurlaube prägen das Bild. Der Vortrag machte deutlich, dass sich auch die touristische Angebotsgestaltung an die sich ändernden Gegebenheiten anpassen muss. Gleichzeitig können bei älteren Zielgruppen nachgefragte Angebotselemente, wie mehr Service & Komfort, die Angebotsattraktivität zielgruppenübergreifend erhöhen. Weiterhin wurde aber auch klar, dass soziodemografische Merkmale allein zur optimalen Angebotsgestaltung und Klassifizierung nicht mehr ausreichen.

Die Erfahrung der Älteren mit der Kreativität der Jüngeren zusammenführen

Verändertes Kommunikationsverhalten, ein Wandel der gesellschaftlichen Einstellungen und unterschiedliche Wertvorstellungen der einzelnen Generationen stellen Arbeitgeber vor immer neue Herausforderungen. So gewinnt „New Work“ und ein demografieorientiertes Personal- und Organisationsmangement sowie Flexibilität und Attraktivität in Bezug auf die Arbeitsplatzgestaltung entsprechend den individuellen Bedürfnissen zusehends an Bedeutung. Folglich stehen Unternehmen vor der Herausforderung die Erfahrung der Älteren mit der Kreativität der Jüngeren zusammenzuführen und Synergieeffekte daraus zu generieren.

Wir freuen uns, dass wir im Rahmen der DRV-Bereichsversammlung einen Beitrag leisten durften und bedanken uns herzlich für die Einladung.

 

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