Teil 1: Tourismus im Wandel: Was kommt nach dem Corona-Schock? – Dr. Markus Heller im Kapitalmarkt Podcast der Fondsgesellschaft Fidelity International

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Teil 1: Tourismus im Wandel: Was kommt nach dem Corona-Schock? – Dr. Markus Heller im Kapitalmarkt Podcast der Fondsgesellschaft Fidelity International

03.08.2021

Im ersten Teil des Gesprächs zwischen Dr. Markus Heller und dem Kapitalmarktstrategen Carsten Roemheld der Fondsgesellschaft Fidelity International geht es um eine Bestandsaufnahme nach rund eineinhalb Jahren der Pandemie und um die Herausforderungen, mit der die Branche, insbesondere auch getrieben durch die Pandemie, zu kämpfen hat.

Auch wenn der Staat mit Maßnahmen wie dem Kurzarbeitergeld einen Kollaps verhindern konnte, liegt das Buchungsaufkommen noch immer weit unter dem, was zu dieser Jahreszeit vor Corona normal war. Gleichzeitig steigt der Aufwand mit jeder Reisewarnung und Anbieter müssen Buchungen anpassen oder stornieren. Kein Wunder also, dass die Preise steigen. Doch wird dies auch auf Dauer so bleiben?

Diese und weitere exklusive Einblicke hören Sie in Teil eins „Tourismus im Wandel: Quo vadis, Urlaub? Was auf Covid-19 folgt“.

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Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf den Tourismus in Deutschland und weltweit sind verheerend

Die Corona-Krise hat ausnahmslos alle Bereiche und Unternehmen der Branche, von der Kreuzfahrt über den Reisevertrieb, Reiseveranstalter, sowohl die Hotellerie und das Gastgewerbe als auch die Zielgebiete, wirtschaftlich schwer getroffen. Die vergangenen Monate waren sehr hart und noch immer ist die Lage für viele der Unternehmen existenzbedrohend. Mehr als die Hälfte der Reiseveranstalter und -vermittler sieht ihre Existenz bedroht, fast alle Unternehmen der Branche meldeten während der vergangenen Monate Kurzarbeit an, Passagierzahlen einzelner Flughäfen brachen um mehr als 90% ein und fielen auf das Niveau der 1990er Jahre zurück. Die Branche hat mit gigantischen Einbußen zu kämpfen, die nur teilweise durch den Binnentourismus ausgeglichen werden konnten.

Es geht wieder aufwärts, Buchungsaufschwung ist spürbar, dennoch bewegt sich der Markt auf niedrigem Gesamtniveau

Das Fundament der gesamten Branche ist weggebrochen. Zwar zeigen aktuelle Buchungszahlen positive Entwicklungen, jedoch bewegt sich der Markt auf einem niedrigen Gesamtniveau. Bis Juli 2021 wurde kumuliert nur gut ein Drittel des Reisebuchungsvolumens für den Sommer 2021 verglichen mit dem Sommer 2019 erreicht. Weiterhin stellt sich die Lage der Branche als sehr volatil dar, so dass seriöse Schätzungen zur Buchungsentwicklung derzeit schwierig sind. Neue Reisewarnungen führen zu Buchungseinbrüchen und Meldungen über Lockerungen bei Reisebeschränkungen in anderen Ländern führen zu überproportionalen Buchungsaufschwüngen.

Das Damoklesschwert schwebt weiterhin über der Branche – auch wenn bis dato die große Insolvenzwelle ausblieb

Noch ist die Gefahr nicht gebannt. Zwar haben eine Reihe von Maßnahmen und fiskalische Maßnahmen von Bund und Ländern massiv zum Überleben der Branche beigetragen, von Entwarnung kann jedoch noch nicht die Rede sein. Die ganze Wahrheit wird erst nach Auslauf der Überbrückungshilfen sichtbar werden. Was jedoch bereits jetzt sichtbar ist, ist eine zunehmende Personalabwanderung in andere Branchen. Vor allem High Potentials sowie MitarbeiterInnen aus (tourismusunabhängigen) Digital- und IT-Bereichen haben die Branche aufgrund von Kurzarbeit und Gefahr des Arbeitsplatzverlustes verlassen. Gleichzeitig erschwert die derzeitige Unsicherheit in der Branche das Recruiting neuer Talente und verstärkt somit den Fachkräftemangel doppelt.

„Tourismus im Wandel: Das Reisen neu denken“ – Weitere Einblicke in die Zukunft der Tourismus-Industrie

Im zweiten Teil des Podcast geht es um strukturelle Veränderungen der Branche und die großen Themen abseits der Pandemie, wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Overtourism. Welchen Einfluss hat der Klimaschutz auf das Reiseverhalten? Wo zeigen sich die Auswirkungen der Digitalisierung am stärksten? Und wie muss sich die Tourismus Branche verändern, wenn durch mehr Wohlstand in Schwellenländern auch mehr Menschen das Reisen für sich entdecken?

Bleiben Sie gespannt!

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